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Berichte & Galerie » Erlebnisberichte

Die Gruppe
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Wir geniesen die Aussicht
Nageln -  auch in Spanien
Abfahrt!
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Das Haupthaus unsere Unterkunft
Pause
Der kleine Service zwischendurch... runterHolzchalets... und wieder hochPause am See


Endurowanderung in der Region Murcia über Weihnachten/ Neujahr 2003/ 2004

geschrieben von Erisch aus Monschau

Hallo Leute,

da sitz’ ich* jetzt am Gate 35 im Flughafen Madrid die LUXAIR hat Verspätung – Zeit über zwei
schöne Wochen nachzudenken, die wir in der Umgebung einer Kleinstadt in der Region Murcia verbracht haben. Die Emotionen des Abschieds heute Morgen und die mehrseren „Ultimo Cerveza“ letzte Nacht, wirkten noch nach – Rosi und Martin waren extra um sechs für uns aufgestanden, um uns noch mit Frühstück zu versorgen. Ich glaube, unsere Wirtsleute aus der Molino sind wirkliche neue Freunde. Damit ist ein ganz wesentlicher Punkt für das Gelingen unserer Pilot – Endurotour schon genannt.

So, jetzt aber erst mal die „facts“ damit Ihr wisst, worum es geht, und mit wem Ihr es zu tun habt.

*Ich - das bin isch, Erisch (aussem Rheinland wie man hört), Tourguide vom SEYLERHOF Team. Es ist zwar sonst nicht üblich, dass hier die Tourguides Erlebnisberichte schreiben aber ich denke, da ich das erste Mal hier mit dabei war und das auch als ganz normaler Teilnehmer, kauft Ihr mir diese Story doch sicher ab.

Die Tourguides – das waren diesmal die Jungs vom ortsansässigen Moto Club – Juan Andre (el Presidente) 250 cc GasGas, Xavier KTM 525 EXC, Franzisco 250 cc GasGas, Lazaro 250 EXC – und die brachten noch ihre Freunde mit.

Wir – eine kleine Gruppe von Leuten, aus Luxembourg, der Eifel und dem Frankfurter Raum, mit blauen, orangen und gelben bestückt, konnten fahrerisch nicht bei den Murci’s mithalten – allenfalls mit Mühe die Endurofahne für Mitteleuropa aufrecht erhalten.

Die Touren verliefen genauso individuell verschieden, wie die Persönlichkeiten der Guides Charaktere für sich waren.

El Presidente bevorzugte zum Beispiel die Ramblas, darum gab er seinen Ninos auch Order, bloß keinen davon auszulassen.

Ramblas sind die vielen, für die Gegend typischen trockenen Flussbetten – manchmal richtige Canyons, die großenteils das ganze Jahr trocken sind. Die Ramblas haben natürlich alles, was zum Endurofaaahn gehört. Dicke Steine, Felsen, rollender Kies, Sand, steiiiiiiiile Ufer und tiiiiefe Absätze – und manchmal – man soll es nicht glauben – auch Wasser. Wenn Wasser da ist gibt’s natürlich auch richtig lehmigen, fast weißen Schlamm, der hat manchmal die Eigenschaft, sich um die Räder aufzuwickeln (wenn man nicht weltmeisterlich schnell ist). Da wir ja für die schönen Momente moppättfaahn und nicht für den Jammer, muss ich hier erwähnen, dass ich mich noch nie getraut habe, so brutal über Steine in Melonengröße zu fahren. Da die Ramblas auch atemberaubende Kurven haben (kleiner als der Wendekreis eines Schluchtimoppätts (– warum eigentlich, gibt’s in Japan engere Kurven???), macht das Driften im feuchten Sand riiiichtig fräääääätz. Wenn Du dann sage und schreibe doscientosveinte Kilometros (220) in Ramblas mit nassem Arsch abgespult hast, meinste Du kannst Dich aufrecht stehend unter die Füße fassen. In Tagen, in denen gerade die Dakar gestartet wird, denkste Du wärst am falschen Start. . . .

Lazaro hielt es da mehr mit den Single Tracks (das hat nix damit zu tun, dass ich derzeit Single bin) - Lazaro ist überhaupt ein Früchtchen – er kommt nicht mit den Füssen auf den Boden und geht keinem Estrella Damm aus dem Weg. Die Steine sind eher noch etwas dicker als die in den Ramblas und gaaaanz steeiiiiiil mag er es, wobei er seinem südländischen Temperament gehorchend auch tüchtig am Quirl dreht, dabei kommen natürlich blaue Wolken von 250er-Schluchti-Bratkartoffel-Duft aus der EXC-Birne. Ich mag Tourguidos, die ihre Emotionen in den Gasgriff schicken lieber, als die, die versuchen eine Einheitsgeschwindigkeit in allen Situationen zu produzieren, die Professionalität vermitteln soll. Trotzdem hatte Lazaro alles was hinter ihm passierte im Blick.

Mit Xavier haben wir diese unvergessliche Flussbetttour nach Calasparra gemacht, die zum Glück schon am zweiten Sonntag dieser Reise stattfand, so hatten wir doch schon etwas mehr Traute und Muckis, in den ersten Tagen hätten wir das nicht gepackt. Das Tollste war eine 1,50 m hohe Stufe, wo Xavier einen Stein unten hinlegte (fürs Vorderrad) und uns aufforderte da hoch zu fahren – kostet zwar Überwindung – machste aber nach ein paar Tagen mit diesen Jungs ohne nachzudenken. Haaaammmmerhaaart – und schwups biste oben.

Franzisco war der Trialspezi, als mir das klar wurde, auf einem einreifenbreiten Felspfad, musste ich auch schon kopfüber von der WR und mir die Fußballgroßen Steine von Nahem ansehen, danach passt du dann besser auf, aber die Traute ist hin, das Ego angekratzt – an dem Tag machst du nix mehr, passt nur noch auf, dass du dir nicht weh tust. Auf diesen zugewachsenen Pfaden ruinierst du dir dein schönes Cross Hemd und die Plastics weil du Bekanntschaft machst mit herunterhängenden Dornenlianen.

Was das Freizeitprogramm angeht, dürfte das Seylerhof –Team jetzt einige spanische Ehefrauen und Schwiegermütter auf seiner Liste der Dauerfeinde haben, denn das Nageln fand so hohen Anklang, dass die letzte Bastion, wo die Ehe-Männer wenigstens im Restaurante noch bei ihren Familien saßen durch uns gefallen ist. Darüber hinaus begegneten wir unserem „schlechten Benehmen“ dann auch noch in ganz abgelegenen Dorfkneipen, wo auch schon gerülpst wurde mit Abblocken (Schulz). Oder Bobby Car Rennen zwischen dem Biertrinken.

Ein echter Genuss fand am letzten fahrfreien Sonntag statt (da waren die Moppädts schon auf der Heimreise) – ein traditioneller Markt, mit handwerklichen Kunstgegenständen aber auch viel Musik und Tanz. Selbst abgeschmackte Touris und Marktbesucher merkten auf einmal, dass das hier etwas Besonderes war.

Ja, und dann kam der Abschiedsabend, keiner wollte ins Bett gehen, weil ja dann der Urlaub beendet war und so gab’s dann noch’n Cerveza und noch’n ultimo Cerveza . . . .

Ich habe schon viele Seylerhoftouren mitgemacht, das hier, das sage ich Euch,
das ist ein Juwel, aber versprochen, nicht weitersagen!

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